
Astrologie und Tarot verbinden: Krebs-Energie und die Tarotkarte „Der Mond“Mond“
Petra Baum
Wenn astrologische Archetypen Tarotkarten vertiefen
Astrologie und Tarot bedienen sich derselben Symbolsprache – jedoch auf unterschiedlichen Ebenen. Während die Astrologie innere Prozesse über Zeitqualität und archetypische Kräfte beschreibt, macht das Tarot diese Bewegungen in Bildern und inneren Geschichten erfahrbar.
In dieser Artikelreihe öffne ich einen Raum, in dem sich beide Systeme begegnen dürfen. Nicht, um Bedeutungen festzuschreiben, sondern um Resonanzen im Reading wahrnehmbarer zu machen.
Astrologische Entsprechungen verstehe ich dabei als Impulse. Sie können eine Legung vertiefen, Nuancen sichtbar machen oder neue Fragen entstehen lassen. Was sich für dich stimmig anfühlt, darf bleiben. Alles andere ist nicht notwendig.
Astrologische Zuordnungen der Großen Arkana
Im Laufe der Tarotgeschichte sind unterschiedliche Zuordnungssysteme entstanden, die Tierkreiszeichen und Planeten mit den 22 Großen Arkana verbinden. Manche dieser Bezüge wirken unmittelbar nachvollziehbar, andere erschließen sich erst mit Erfahrung oder aus einem veränderten Blickwinkel.
Ich arbeite bevorzugt mit der Zuordnung nach Hajo Banzhaf, die sich an der modernen Astrologie orientiert. Auch hier gilt: Diese Zusammenhänge sind keine Regeln, sondern Angebote zur Selbstreflexion und Vertiefung der Deutung.
In diesem Artikel richte ich den Blick auf die Verbindung von Tarotkarte XVIII – Der Mond und dem Tierkreiszeichen Krebs.
Der Mond im Tarot – ein Weg durch das Unklare
Die Karte Der Mond führt in einen Zwischenraum: zwischen Bewusstem und Unbewusstem, zwischen Gewissheit und Zweifel. Sie verweist auf innere Prozesse, die sich nicht eindeutig benennen lassen.
Der Mond steht unter anderem für:
- diffuse Unsicherheiten und Ängste
- alte Prägungen und unbewusste Muster
- Träume, Intuition und feine Wahrnehmung
- emotionale Erfahrungen jenseits rationaler Erklärung
Diese Karte lädt dazu ein, Kontrolle loszulassen und sich dem inneren Erleben zuzuwenden. Entwicklung entsteht hier nicht durch Analyse, sondern durch Zulassen, Durchfühlen und Vertrauen.
Das Tierkreiszeichen Krebs – Schutz und Verletzlichkeit
Der Krebs ist das erste Wasserzeichen des Tierkreises und eng mit dem Mond verbunden. Seine Qualität ist geprägt von emotionaler Wahrnehmung und dem Bedürfnis nach Sicherheit.
Zu seinen Stärken gehören:
- Sensibilität und emotionale Tiefe
- Fürsorge, Bindung und Schutz
- ein feines Gespür für Stimmungen und Bedürfnisse
Gleichzeitig kennt der Krebs auch herausfordernde Ausdrucksformen:
- Rückzug und Abschottung
- Überempfindlichkeit
- Festhalten an Vergangenem
- emotionale Abhängigkeiten
Der Krebs schützt, was ihm wichtig ist – manchmal andere, manchmal sich selbst. Diese Ambivalenz findet in der Tarotkarte Der Mond einen sehr stimmigen Ausdruck.
Krebs-Energie als Resonanzraum für die Mond-Karte
Wird die Krebs-Qualität bewusst in ein Tarot-Reading mit der Mond-Karte einbezogen, verschiebt sich der Fokus leicht. Die Unsicherheit des Mondes erhält eine emotionale Färbung: Es geht weniger um Orientierung im Außen, sondern um inneren Halt.
Je nach Legung, Position und Fragestellung können sich unterschiedliche Impulse zeigen.
Mögliche unterstützende Impulse
- Ich darf fühlen, auch wenn es unangenehm ist.
- Meine Sensibilität ist eine Ressource.
- Intuition zeigt mir, wo Schutz notwendig ist.
- Selbstfürsorge hat jetzt Vorrang.
- Rückzug kann heilsam sein, wenn er bewusst gewählt wird.
Mögliche herausfordernde Impulse
- Gefühle verstärken meine Verunsicherung.
- Ich verliere mich in alten Stimmungen oder Ängsten.
- Rückzug dient dem Vermeiden, nicht der Entwicklung.
- Festhalten verhindert Loslassen.
Vertiefende Fragen für deine Tarotlegung
Die Verbindung von Krebs und Mond kann dein Reading um folgende Fragen erweitern:
- Wo brauche ich im Moment emotionale Sicherheit?
- Welche Gefühle wollen gesehen werden, auch wenn sie unbequem sind?
- Wo ist Rückzug heilsam – und wo blockierend?
- Wie gut sorge ich gerade für mich selbst?
- Wem oder was gebe ich emotional zu viel Macht?
Astrologie und Tarot eröffnen gemeinsam einen stillen, aber tiefgehenden Deutungsraum. Wenn du magst, nutze diese Impulse als Begleitung für deine Arbeit – nicht als Vorgabe, sondern als Einladung zum Spüren.


